Dedicated Server - Das ganze Potenial!

Was ist ein Dedicated-Server?
Der dedizierte Server oder dedizierter Host ist im Gegensatz zum virtuellen Server ein physikalischer Computer mitsamt fester IP-Adresse, der seine ganze Rechenleistung, seinen Arbeitsspeicher und die Leitungsanbindung auf nur einen Kunden oder eine Aufgabe konzentrieren kann. 

Wer einen dedizierten Server mietet, teilt sich die Serverfestplatte nicht mit anderen, seine Nutzerrechte sind also nicht eingeschränkt. Dafür zahlt er in aller Regel mehr als für vergleichbare Angebote mit „Shared Hosting“, bei denen die Hardware des Servers dem Kunden nicht exklusiv zur Verfügung steht.

Komplexe Websites mit viel Traffic, hohem Datenaufkommen oder ausgedehnten Datenbankbeständen wie etwa bei beliebten Web-Communities oder eCommerce-Sites erfordern viel Festplattenplatz, starke Prozessorleistung und großen Arbeitsspeicher – oft mehr als gängige Webspace-Pakete mit begrenzter Kapazität anbieten. Ihre Betreiber wählen daher alternativ einen dedizierten Server. Auch Firmen, die sensible Firmendaten nicht gern mit anderen auf demselben Server abspeichern lassen wollen, bevorzugen oft das dedizierte Hosting.

Vorteile von dedicated Servern

Die Vorteile des dezidierten Servers hinsichtlich der Performance können unter anderem folgende sein:

  • Der Arbeitsspeicher kann individuell an die erforderte Leistung angepasst werden.
  • Die Serverleistung lässt sich bei einer sehr positiven Entwicklung eines Webprojekts (mehr Traffic, mehr Datenbankabfragen etc.) problemlos anpassen, ohne dass Ressourcen mit anderen geteilt werden müssen.
  • Der Kunde hat die Möglichkeit, die benötigte Software für seinen Server individuell zu installieren.
  • Ein dedicated Server bietet in der Regel mehr Sicherheit für den Mieter. So wird zum einen die Gefahr verringert, dass Sicherheitslücken anderer Websites für Schäden am eigenen Projekt sorgen und zum anderen sind die gesamten Serverdaten (Login Daten, Servername etc.) nur für den Kunden selbst einsehbar.
  • Im Vergleich zum virtual Server hat der Kunde uneingeschränkte Nutzerrechte und hat alle Freiheiten bezüglich der Installation von Software.
  • Die auf dem dedizierten Server gehostete Website profitiert von einer höheren Verfügbarkeit.

In Bezug auf technical SEO sollten wertvolle Webprojekte immer auf einem dedizierten Server gehostet werden. Auf diese Weise sendet der Webmaster schon zu Beginn ein Signal an Google und andere Suchmaschinen, dass es sich bei seinem Projekt definitiv nicht um ein „billiges“ Spamprojekt handelt.

  • Prinzipiell gelten diese Vorteile für beide Varianten von dedizierten Servern. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Server entweder einem Service oder einem Kunden zugeordnet ist.

Beispiele für den Einsatz dedicated Server

Folgende Szenarien sind prädestiniert für den Einsatz eines dedicated Servers:

  • Online-Shops mit großem Produktinventar und viel Traffic: Grundsätzlich ist es ratsam, im Bereich E-Commerce für größtmögliche Performance und Sicherheit zu sorgen. Wer einen Online-Shop betreibt, sollte demnach einen dedizierten Server verwenden. Neben größerer Sicherheit und Leistung ist dieser Servertyp zudem erweiterbar und kann an steigende Bedürfnisse angepasst werden. Auch die Erreichbarkeit des Servers spielt hier eine Rolle.
  • Websites mit hohem Datenaufkommen: Wer auf seiner Websites eine Vielzahl von Dateien zum Download anbietet, sollte ebenfalls zum dedicated Server greifen, da sich die Serverleistung so an das Datenvolumen anpassen kann und die Gefahr von Serverausfällen bei Downloadspitzen minimiert wird.
  • Community-Websites: Große Foren oder andere Websites mit Community-Charakter sollten aufgrund der Performance ebenfalls auf dedicated Servern betrieben werden. Wenn z.B. aufgrund eines aktuellen Themas enorme Besucherströme (hoher Traffic) zu verarbeiten sind, ist der dedizierte Server in der Lage, diese besser auszugleichen.

Server-Verwaltungssoftware

Mit dem richtigen Werkzeug lässt sich jede Arbeit einfacher erledigen. Genauso ist es auch bei der Verwaltung eines Webhostingpaketes auf einem Server oder Reseller Account. Der Begriff Webhosting Control Panel bezeichnet eine webbasierte Schnittstelle, die zur zentralen Verwaltung von Webhosting Paketen verwendet wird.

Neben der Wahl der passenden Hardware muss dabei auch eine Wahl bei der passenden Verwaltungsoberfläche getroffen werden. Auf Reseller Paketen ist das Webhosting Control Panel bereits vom Hoster vorinstalliert, sodass man sich vor der Wahl des Anbieters nach dem gewünschten System erkundigen sollte. Eine Änderung ist hier im Nachhinein nicht möglich. Auf dem eigenen vServer oder Root Server hingegen steht es dem Kunden frei zu entscheiden, welche Applikation zur Verwaltung eingesetzt werden soll.

Vorteile und Funktionen

Als zentrale Stelle zur Verwaltung der verschiedenen Benutzeraccounts und Domains bringen Webhosting Control Panel dem Administrator des Systems zahlreiche Vorteile. Nach der einmaligen Einrichtung spart man sich bei der zukünftigen Verwaltung viel Zeit und Mühe. Durch die einfache grafische Bedienungsoberfläche des Verwaltungsprogramms können Einstellungen bequem über das Interface vorgenommen werden. Umfangreiches Expertenwissen und umständliches Arbeiten direkt im Betriebssystem des Servers ist dadurch nicht mehr notwendig.

Ein Webhosting Control Panel besteht aus mehreren Verwaltungsebenen, wobei man in den übergestellten Ebenen die Einstellungen für die untergestellten Ebenen vornimmt. Der Administrator ist dabei die oberste Ebene. Hier können Reseller Accounts angelegt werden, denen wiederum einzelne Kundenaccounts und Domains zugeordnet werden.

Zu den Konfigurationsmöglichkeiten zählen unter anderem folgende Funktionen:

  • Webspace Verwaltung
  • Einzelne Webspacepakete können nach individuellen Vorgaben zusammengestellt werden. Dazu gehört das Festlegen des verfügbaren Speicherplatzes, der nutzbaren Datenbanken oder auch die maximal anlegbaren FTP Zugänge oder E-Mail-Accounts. Benutzer können dann ihren Webspace innerhalb der definierten Parameter selbstständig verwalten.
  • Domain Verwaltung
  • Einzelnen Accounts können Domains zugewiesen werden. Diese können anschließend vom Kunden selbst konfiguriert werden. Darunter fallen beispielsweise das Anlegen von Subdomains und die Einrichtung einer Weiterleitung auf eine andere URL oder in ein bestimmtes Verzeichnis auf dem Webspace.
  • Administrative Verwaltung
  • Spezielle Funktionen sind nur für Administratoren verfügbar. Typische Funktionen sind zum Beispiel das Überwachen der Bandbreite und des angefallenen Traffics sowie der Import und Export von ganzen Accounts zu Datensicherungszwecken.
Hauptsächlich werden von Hosting Anbietern die kostenpflichtigen Varianten verwendet, die wir ihnen hier kurz vorstellen möchten:

Parallels Confixx

Confixx ist nur in deutscher Sprache erhältlich und gilt deshalb vor allem auf dem deutschsprachigen Markt als beliebtestes und am häufigsten eingesetztes Webhosting Control Panel. Confixx arbeitet auf Linux Systemen über den Apache Webserver und beansprucht im Vergleich zu anderen Verwaltungslösungen nur wenig Performance des Servers. Die Menüführung ist schlicht und übersichtlich gehalten, auch Einsteiger kommen mit der Applikation schnell zurecht. Eine Besonderheit von Confixx ist es, dass die Software benutzerorientiert arbeitet. Für einzelne Reseller werden Accounts mit Namen wie resXXX angelegt, für einzelne Domain- und Mailaccounts werden Namen wie webXXX verwendet. Die Bezeichnungen können nicht individuell gewählt werden, was die Zuordnung innerhalb der Reseller Accounts teilweise unnötig erschwert. Da Confixx vom Softwareunternehmen Parallels Inc. aufgekauft wurde und seit 2012 keine neuen Lizenzen oder Updates mehr herausgegeben wurden, ist die Zukunft der Verwaltungsoberfläche leider ungewiss. Das Unternehmen scheint auf lange Sicht eher dem hauseigenen Konkurrenzprodukt Parallels Plesk zum Durchbruch auf dem deutschen Markt verhelfen zu wollen.

Parallels Plesk

Das Unternehmen Parallels Inc. ist auch Herausgeber des Webhosting Control Panels Plesk. Die Verwaltungssoftware fällt auf den ersten Blick deutlich umfangreicher aus, als das aus selbem Hause stammende Confixx. Die Software bietet seinen Anwendern zudem zahlreiche zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten. Die Einarbeitung in das System erfordert deshalb etwas mehr Zeit und Aufwand. Plesk kann sowohl auf Servern mit Linux Betriebssystem als auch unter Windows eingesetzt werden. Ein zusätzlich integrierter Webserver sorgt dafür, dass die Oberfläche auch erreichbar bleibt, sollte der Webserver des Servers ausfallen oder Probleme verursachen. Im Gegensatz zu Confixx arbeitet Plesk domainorientiert, alle Benutzernamen können individuell gewählt werden. Die Software ist mittlerweile in über 10 verschiedenen Sprachen erhältlich und wird durch regelmäßige Updates stets weiterentwickelt.

cPanel

Die Verwaltungssoftware cPanel vom gleichnamigen Entwickler cPanel Inc. ist das weltweit auf dem internationalen Markt am häufigsten eingesetzte Webhosting Control Panel. Die Software läuft unter sämtlichen Unix- und Linux-Betriebssystemen, der Einsatz unter Windows ist nicht möglich. Die Applikation gliedert sich in zwei unterschiedliche Verwaltungsinterfaces. Zum einen steht für den Administrator der sogenannte WebHost Manager (WHM) und zum anderen für die einzelnen Benutzer das cPanel zur Verfügung. Während der WHM Zugang ausschließlich für administrative Aufgaben, wie das Anlegen von Hostingpaketen und Benutzern verwendet wird, können über den cPanel Zugang der jeweiligen Benutzer detaillierte Einstellungen zu Domains und Webspace vorgenommen werden. Aufgrund des internationalen Erfolges ist die Verwaltungssoftware bereits in mehr als 20 Sprachen verfügbar und befindet sich stets in Weiterentwicklung.
 
 

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